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Neues aus dem Netzwerk

4. Netzwerktreffen Kinder- und Jugendschutz

Kind

 

 

Nach langer Pause trafen sich wieder VertreterInnen der Jugendhilfe, des Gesundheitswesens sowie Beratungsstellen aus ganz Ostbayern in den Räumlichkeiten der Kinderklinik, um sich gemeinsam über die aktuelle Situation von Kindern und Jugendlichen in Niederbayern auszutauschen. Gerade aufgrund der Pandemiesituation und den damit verbundenen Herausforderungen für niederbayrische Familien und auch in den Beratungsstellen, gab es viel aus der Praxis zu berichten.

 

 

 

 

 

Aus den Berichten wurde deutlich, dass die Familien aktuell und in den vergangenen Monaten sehr von der Pandemie betroffen und belastet sind und waren. Häufig sei in den Familien damit das Wort „Stress“ verbunden gewesen (Organisation eines anspruchsvollen Familienalltags, Anforderungen an die Schule, Ansprüche an die Berufstätigkeit, Ungewissheit etc.). Berichte und Forschungen würden aber auch noch ein anderes Bild zeigen, nämlich, dass Eltern berichten die neu gewonnene Familienzeit als schöne Zeit zu bezeichnen und als Chance, um über neue Alternativen und Alltagsgestaltungen nachzudenken.

 

In den letzten Monaten wurde regelmäßig durch verschiedene Fachgesellschaften und der Politik auf die Gefahr, dass aufgrund der Schließung der Betreuungs- und Beratungseinrichtungen, Fallzahlen von Kindeswohlgefährdungen und häuslicher Gewalt steigen könnten, hingewiesen. Da von einer hohen Dunkelziffer auszugehen sei (da Kindern/Jugendlichen Vertrauenspartner fehlten), gebe es frühestens in einem Jahr konkrete Zahlen. Aktuell habe sich in den einzelnen Bereichen noch keine Erhöhung der Fallzahlen von Kindeswohlgefährdungen gezeigt.

 

Schlussendlich waren sich die TeilnehmerInnen einig, dass durch die getroffenen Maßnahmen die wesentlichen Rechte der Kinder auf Bildung, Sozialisation und Entwicklung beeinträchtigt wurden und werden. Dieser Zustand sei zu bedenken und gehöre in den Netzwerken und auf weiteren Ebenen diskutiert.

 

Ein weiterer Themenpunkt in diesem Treffen waren (chronische) Erkrankungen in Verbindung mit Gefährdungsaspekten kindlicher Entwicklungen. Gemeinsam wurde sich über Strategien ausgetauscht, wenn Familien bzgl. der Versorgung/Verhinderung (chronischer) Erkrankungen an ihre Grenzen stoßen.