BabyPLUS+

Erwartet ein Paar ein Kind, stellt dies allein schon eine einschneidende Veränderung in deren Leben dar. Kommt es während der Schwangerschaft zu Problemen oder droht das Kind zu früh auf die Welt zu kommen, stellt das für die werdenden Familien häufig eine immense Belastung dar. Mittlerweile gelten drei von vier Schwangeren als Risikoschwangere und werden strenger überwacht. Ergeben sich bei diesen Untersuchungen Auffälligkeiten, ist es für die werdenden Familien wichtig gute Informationen und klare Angaben zum weiteren Vorgehen zu erhalten und Ansprechpartner zu kennen. Das Themennetzwerk BabyPLUS+ stellt sich die Aufgabe, bei Problemen in der Schwangerschaft, die beteiligten Berufsgruppen um die werdende Familie zu koordinieren. Damit können belastende Doppeluntersuchungen oder Fehlinformationen vermieden und den Eltern bereits vor der Geburt ihres Kindes Hilfestellungen und valide Informationen angeboten werden. Für Mutter und Kind gelingt es, Risiken zu vermeiden und bereits vor Geburt des Kindes die Abläufe und Kooperationspartner kennenzulernen. Denn Wissen schafft Sicherheit und Kenntnis schafft Vertrauen. Die Qualität der Versorgung in dieser Phase bestimmt den Gesundheitszustand des Kindes und der Familie lebenslang.

 

Ziele

  • Sicherstellung einer heimatnahen familienintegrierenden Versorgung
  • Koordination unterschiedlicher Leistungserbringer bei Risikoschwangerschaften und Frühgeburten – Optimierung von Schnittstellen zum Wohle des Kindes und der Familien
  • Vermeidung von Unsicherheiten und zusätzlichen Belastungen bei den Eltern, Steigerung der Versorgungsqualität und damit Erhöhung der Patientenzufriedenheit
  • Vermeidung von Doppeluntersuchungen

 

Medizinisch

  • Erhöhung der Anzahl und Überlebensrate sehr untergewichtiger Frühgeborener (< 1500g)
  • Topniveau beim Frühgeborenenindex halten
  • Verringerung von Morbiditäten
  • Erhöhung der Stillquote
  • Verringerung der Rate an kindlichen Verhaltensauffälligkeiten
  • Erhöhung der Selbstwirksamkeit der Eltern und Verringerung traumatischer Symptome und postpartaler Depressionen bei betroffenen Eltern
  • Senkung des Nachsorgebedarfs

 

Hintergrundinformation

In Bayern kommen ca. 9% aller Neugeborenen zu früh auf die Welt. Somit sind Frühgeborene kein Randthema. Ca. jede 10. Familie ist betroffen und jedes 7. Neugeborene (Frühgeborene und kranke Neugeborene zusammen) kommt dabei nach der Geburt in eine Kinderklinik.

Nicht wenige Mütter und Familien leiden enorm unter der Last der Frühgeburtlichkeit, der bedrohlichen Erkrankung ihres Kindes oder nehmen bleibenden Schaden, welches den Aufbau einer tragenden Eltern-Kind Beziehung nachhaltig stört. Modellprojekte wie NeoPAss® berücksichtigen die Bedeutung einer ganzheitlichen Versorgung Frühgeborener und ihrer Eltern und tragen durch patientenzentrierte Behandlungspfade und einem Fallmanagement dazu bei, ein Betreuungs-Kontinuum von der Schwangerschaft über die Geburt und die Zeit auf der Neugeborenen-Intensivstation bis hin zur Nachsorge sicherzustellen.

 

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