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Suchtmittelabhängige und substituierte Mütter in der Schwangerschaft und nach der Geburt gemeinsam unterstützen

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Aufgabe und Ziel unserer BabyPLUS+-Netzwerkes ist unterschiedlich Leistungserbringer bei (Risiko)Schwangerschaften zu koordinieren, um somit Schwangere und Mütter frühzeitig unterstützen zu können. Aus diesem Grund lud Anfang Dezember die Kinderklinik Passau die Fachklinik Schlehreut zu einem gemeinsamen Gespräch ein. Die Fachklinik betreut (werdende) Mütter mit Suchterkrankungen im Rahmen einer stationären Langzeittherapie.

 

Suchtmittelkonsum und Substitutionen während der Schwangerschaft können ein erhöhtes Risiko für eine pränatale Schädigung und somit für die weitere gesundheitliche Entwicklung des Kindes sein wie z.B. Frühgeburtlichkeit, neonatales Abstinenzsyndrom (NAS), fetale Alkoholspektrumstörung (FASD), ein geringes Geburtsgewicht, frühe Fütterungsstörung, erhöhte Erregbarkeit des Neugeborenen und verzögerte kognitive und/oder emotionale Entwicklung in allen Altersstufen. Kommt das Kind mit einem neonatalen Abstinenzsyndrom auf die Welt bedürfen die Neugeborene aufgrund einer Regulationsstörung einem besonderen Betreuungsbedarf.

Aus diesem Grund trafen sich der Geschäftsführer und Klinikleiter Dr.phil. Volker Barth (MHBA), der ärztliche Leiter Erwin Bauer und die Verwaltungsleiterin Rita Barth der Fachklinik Schlehreut mit Chefarzt Prof. Dr. Matthias Keller, Oberarzt Dr. Michael Zeller und Sozialpädagogin Ann-Christin Hufen der Kinderklinik Passau zu einem gemeinsamen Gespräch.

 

Ergebnis dieses konstruktiven Austausches war die Verständigung auf eine enge Zusammenarbeit und Kooperation in der prä- und postnatalen ganzheitlichen Versorgung, Begleitung und Unterstützung von suchtmittelabhängigen und substituierten Müttern mit dem Ziel die Auswirkungen des Drogenmissbrauches auf das Kind zu minimieren. Mit einem gemeinsamen Verständnis, die Rolle der Mutter wertzuschätzen und die Eltern-Kind-Bindung trotz des Kreislaufs aus Trauma, Sucht und Bindungsstörung zu fördern und zu stärken, möchten die Kooperationspartner eine interdisziplinäre Versorgung erreichen.

 

Bild (v.l.): Erwin Bauer (Ärztliche Leitung FK Schlehreut), Ann-Christin Hufen (Sozialpädagogin in der Kinderklinik Passau, KiGO-Koordination), Rita Barth (Verwaltungsleitung FK Schlehreut), Prof. Dr. Matthias Keller (Ärztlicher Direktor Kinderklinik Passau), Dr. Phil. Volker Barth (MHBA,Geschäftsführer und Klinikleiter FK Schlehreut), Dr. Michael Zeller (Oberarzt im Eltern-Baby- und Familienzentrum Kinderklinik Passau).

 

Die vorgeburtliche Beratung der Kinderklinik Dritter Orden Passau in Kooperation mit der Pränataldiagnostik im Klinikum Passau ist ein Angebot für alle von Schwangerschaftskomplikationen betroffene Eltern / Mütter. Ein interdisziplinäres Team begleitet die betroffenen Familien von Schwangerschaft bis zur Geburt. Weitere Information erhalten Sie über:

https://www.kinderklinik-passau.de/leistungen/fachbereiche-und-zentren/zentrum-fuer-fruehgeborene-und-risikogeborene/hilfe-in-der-schwangerschaft/