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Den Patienten stärker in den Mittelpunkt rücken

Kinder- und Familiengesundheitsnetzwerk Ostbayern setzt sich klare Ziele | 21. April 2016

 

Den Patienten stärker in den Mittelpunkt rücken april16

  

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 „Die Herausforderungen liegen auf der Hand: Ärztemangel, zunehmender Drogenkonsum, mangelnde Transparenz überregionaler Hilfsangebote, gesundheitliche Chancengleichheit von Kindern, die Zunahme von psychischen Erkrankungen bei Kindern oder die Betreuung von kranken Flüchtlingskindern – die Liste ist lang fortzuführen, deshalb haben wir eine Menge vor“, so Netzwerkkoordinator Prof. Dr. Matthias Keller. Um gemeinsame thematische Schwerpunkte abzustimmen und erste Wegpfeiler für die anstehende Netzwerkarbeit zu markieren, haben sich Vertreter der Kliniken aus dem südostbayerischen Raum, Ärzte, aber auch Vertreter der verwaltenden Ämter und der Politik, wie Passaus Landrat Franz Meyer, jetzt zum gegenseitigen Austausch getroffen. „Die kindermedizinische Versorgung in der Region muss natürlich sichergestellt sein und um diese weiter zu fördern und hier präventive Maßnahmen zu schaffen, ist es von besonderer Bedeutung, dass wir dieses Netzwerk nun haben. Im Verbund sind wir handlungsfähig und können uns im Sinne der jungen Patienten bestmöglich einsetzen“, so Meyer. Im Dialog, vor allem mit den Vertretern der zuständigen Ämter, wie, Jugend-, Sozial- oder Gesundheitsamt, könne man im Sinne der medizinischen Versorgung nicht nur voneinander lernen, sondern letztlich sogar finanzielle Einsparungen erzielen. „Es gilt an einem Strang zu ziehen“, so auch Prof. Keller.

Hier kommt die Idee von den sogenannten Subnetzwerken innerhalb von KiGO ins Spiel: Um spezifische Herausforderungen konkret anzugehen wurden bereits erste themenspezifische Subnetzwerke, wie die Netzwerke Kinderschutz, BabyPlus+, Essstörungen oder auch Flüchtlinge gebildet.

„In unserer Region überleben doppelt so viele Säuglinge wie im Bundesdurchschnitt und diesen Wert möchten wir natürlich halten. Wir müssen also überlegen, wie wir uns dafür gemeinsam einsetzen: Präventionsmaßnahmen in der Schwangerschaft, Unsicherheiten bei den Eltern ausräumen, Erhöhung der Stillquote, aber auch eine gemeinsame Qualitätssicherung sind nur einige Punkte, die wir gemeinsam angehen können“, so der Netzwerkkoordinator.

Auch beim Thema Essstörungen sei es von wesentlicher Bedeutung gemeinsame Versorgungsangebote von Patienten und entsprechende präventive Maßnahmen zu leisten –

ebenso, wenn es um den Kinderschutz geht. „Für uns ist es wichtig zu wissen, wer sind unsere Ansprechpartner, an wen müssen wir uns im Akutfall wenden und welche Angebote gibt es überhaupt“, so Dr. Rudolf Reithmair, Ärztlicher Direktor im Krankenhaus Freyung. „Bereits bei diesem ersten Treffen ist schnell deutlich geworden: Allein der Informationsaustausch über Zuständigkeiten und den Bedarf der Netzwerkpartner hat die Bedeutung von KiGO bestätigt. Es gibt viel zu tun und gemeinsam werden wir uns den Themen nun verstärkt annehmen“, so Keller abschließend. Der Einsatz intelligenter Telekommunikationssysteme soll den gegenseitigen Informationsaustausch künftig wesentlich erleichtern.

 

Foto (Kinderklinik): (v.l.) Julia Gmach (Geschäftsstellenleiterin Gesundheitsregion plus ARBERLAND), Julia Fischl (Vorstandsassistentin Arberlandkliniken), Christine Krammer (Leiterin der Abteilung Kinder-, Jugendund Familienhilfe Caritas Passau), Dr. Bernhard Edenharter (Leiter Gesundheitsamt Landkreis Regen), Netzwerkkoordinator Prof. Dr. Matthias Keller, Passaus Landrat Franz Meyer, Dr. med. Peter Seidl (Kinder- und Jugendarzt Waldkirchen), Katja Anders (Leitung KiGO-Koordinierungsstelle), Alexander Zugsbradl

(Vorstand Rottal-Inn-Kliniken), Dr. Rudolf Reithmai r (Ärztlicher Direktor Krankenhaus Freyung) und Nadja Naujok (Pflegedirektorin Krankenhaus Freyung).

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